Ein neues Hostingkonto muss vor der Veröffentlichung einer Website systematisch eingerichtet werden. Richtige Einstellungen von Beginn an verringern das Risiko von Ausfällen, Datenverlust und Sicherheitsproblemen.
Domain und DNS einrichten
Zuerst muss die Domain im Hostingpanel hinzugefügt und über die passenden DNS-Einträge auf das Hosting verwiesen werden. Dazu können die Nameserver geändert werden. Alternativ bleibt die DNS-Zone beim bisherigen Anbieter und die entsprechenden A-, AAAA- oder CNAME-Einträge werden angepasst. Für E-Mail sind gesonderte MX-Einträge zuständig.
DNS-Änderungen können nach und nach sichtbar werden. Währenddessen erreichen manche Nutzer möglicherweise noch den bisherigen Server. Bei einer Migration sollte die alte Umgebung daher bis zum Abschluss der DNS-Propagation aktiv bleiben.
SSL-Zertifikat
Nach der DNS-Umstellung muss ein SSL-Zertifikat aktiviert und das sichere HTTPS-Protokoll erzwungen werden. Startseite, Unterseiten, Formulare und eingebundene Ressourcen sollten auf Verweise zu unverschlüsselten Adressen geprüft werden.
Dateien und Datenbank
Die Website-Dateien werden im Verzeichnis abgelegt, das der Domain zugeordnet ist. Anwendungen wie WordPress verwenden zusätzlich eine Datenbank. Dafür sollte ein eigener Datenbankbenutzer mit ausschließlich den erforderlichen Berechtigungen angelegt werden. Die Zugangsdaten müssen sicher aufbewahrt werden.
Dateiberechtigungen sollten nicht umfassender als nötig sein. Zugriffe per SFTP oder Dateiverwaltung sollten individuell vergeben werden. Temporäre Konten benötigen einen begrenzten Berechtigungsumfang und ein festgelegtes Löschdatum.
E-Mail und automatische Aufgaben
Wenn das Hosting E-Mail-Dienste bereitstellt, müssen Postfächer angelegt und SPF-, DKIM- und DMARC-Einträge eingerichtet werden. Regelmäßige Aufgaben, sogenannte Cronjobs, sollten gemäß der Anwendungsdokumentation konfiguriert und ihre Ausführung kontrolliert werden.
Backups und Monitoring
- Aktivieren Sie automatische Backups von Dateien und Datenbanken.
- Prüfen Sie Sicherungsintervalle und Aufbewahrungsdauer.
- Bewahren Sie eine zusätzliche Kopie außerhalb des Hauptservers auf.
- Führen Sie eine Testwiederherstellung durch, um die Nutzbarkeit des Backups zu bestätigen.
- Richten Sie die Überwachung von Verfügbarkeit und Zertifikatsgültigkeit ein.
Prüfung vor der Veröffentlichung
Abschließend sollten PHP-Version, Ressourcenlimits, Formulare, E-Mail-Versand, Weiterleitungen, Zertifikat und Backups geprüft werden. Außerdem sollten ungenutzte Konten entfernt, an Dienstleister weitergegebene Passwörter geändert und die Verantwortlichen für Domain, Hosting und Anwendung dokumentiert werden.